Widerstandsnest Hvide Sande

Beobachtungbunker vom Typ 666
Beobachtungbunker vom Typ 666

Das kleine Fischerdorf Hvide Sande liegt an der einzigen Einfahrt zum Ringkøbing Fjord. Die Überwachung der Schleuse und des Hafens war daher wichtig für die Sicherung des Hinterlandes. Nachdem der Truppenbefehlshaber bereits im Januar 1942 die Errichtung einiger Schützennester angeordnet hatte1, wurde Hvide Sande im Frühjahr 1944 zum Widerstandsnest ausgebaut.2

Auf dem Troldbjerg wurden daraufhin ein Infanteriebeobachtungsstand vom Typ 666 und ein kleiner Mannschaftsunterstand vom Typ 668 gebaut. Der Beobachtungsbunker soll auch zur Feuerleitung der Heeresküstenbatterie bei Stauning genutzt worden sein, die auf der anderen Seite des Ringkøbing Fjords lag.3 Außer einem weiteren Regelbau 668 wurden an der Küste nur noch einige kleinere Maschinengewehrbunker errichtet. Zwei 7,62 cm F.K. 232 (b) Feldgeschütze übernahmen die Panzerabwehr.4 Anfang 1945 waren 240 Mann in Hvide Sande stationiert, die meisten davon Angehörige des Heeres.4

Heute ist in den beiden Bunkern auf dem Troldbjerg eine kleine Ausstellung mit einigen Informationstafeln eingerichtet. Die Panzerkuppel des Beobachtungsbunkers ist noch in einem recht guten Zustand und kann betreten werden. Im Mannschaftsbunker sind noch Teile der Lüftung erhalten.

  1. Andersen, Jens: Tysk invasionsforsvar i Danmark 1940-45. København 2007, S. 98
  2. Andersen, Jens / Rolf, Rudi: German Bunkers in Denmark. Middelburg 2006, S. 188
  3. Anthonisen, Bent Bågøe: Der Atlantikwall bei Ringkøbing. 17. Auflage, Ringkøbing 2001, S. 66
  4. Fest.Pi.Stab 31: Baufortschrittsmeldung. Stand 15.01.1945. Widerstandsnest Hvide Sande