Die Besetzung Dänemarks
Am 1. September 1939 überfiel Deutschland Polen. Daraufhin erklärten England und Frankreich Deutschland den Krieg.
So begann der Zweite Weltkrieg.
Dänemark war zu Beginn des Krieges nicht durch einen Angriff gefährdet, weil es wie Norwegen einen Nichtangriffspakt mit Deutschland abgeschlossen hatte. Die beiden Staaten wollten wie im Ersten Weltkrieg neutral bleiben. Besonders Dänemarks militärische Stärke war gering.
Die Besetzung Dänemarks hing eng mit der Besetzung Norwegens zusammen. Im Herbst 1939 bat der deutsche Großadmiral Raeder Hitler, Norwegen zu besetzen, um dort U-Boot-Stützpunkte zur Belagerung Großbritanniens errichten zu können.
Den endgültigen Anstoß gab dann der Besuch des Parteiführers einer kleinen nationalsozialistischen, norwegischen Partei. Er bat Hitler, ihm Hilfe bei einem Staatsstreich in Norwegen zu leisten. Kurz nach diesem Gespräch gab Hitler die Ausarbeitung der strategischen Studie N (Nord) in Auftrag, welche die Einnahme Norwegens und Dänemarks umfasste.
Außer diesen beiden Gründen war Norwegen auch wegen der schwedischen Erzversorgung wichtig, die für die deutsche Kriegsindustrie unverzichtbar war. Das Erz wurde aus Schweden, über die norwegische Stadt Narvik nach Deutschland gebracht.
Für die Besetzung war aber der Einmarsch in Dänemark notwendig, da die deutsche Luftwaffe den Flugplatz Aalborg benötigte.
Die Einnahme Dänemarks brachte den Deutschen zudem den ungehinderten Zugang zu Norwegen, die Kontrolle über die Einfahrt zur Ostsee und über einen Teil der Nordseeküste. Außerdem hatten die Deutschen ein großes Interesse an der dänischen Lebensmittelindustrie.
Am Morgen des 9. Aprils 1940 war es dann so weit.
Die "Operation Weserübung", so der Deckname, begann.

Starke deutsche Verbände überschritten die Grenze und auf einigen dänischen Inseln landeten Truppen. Nach kurzen Kämpfen bei denen 16 dänische Soldaten getötet und 24 verletzt wurden, musste die dänische Regierung erkennen, dass die Verteidigung zwecklos war, und ergab sich den Deutschen.
In den ersten Besatzungsjahren waren in Dänemark nur wenige Soldaten stationiert, da es nicht als Kriegsgebiet eingestuft wurde. Auch die Verwaltung und die politische Führung blieben noch relativ unabhängig.
